Biographie

Die russische Mezzosopranistin Natalya Boeva, die für ihren „klang- und charaktervollen Mezzo“ sowie ihre „hohe Musikalität bei bester Diktion““ (Online Merkur) gelobt wurde, gewann 2018 einen der renommiertesten Wettbewerbe für klassische Musik, den Internationalen ARD-Musikwettbewerb in München, wo sie auch zusätzlich mit dem Sonderpreis für die beste Interpretation der Auftragskomposition von Stefano Gervasoni und mit dem ifp Musikpreis für „eine herausragende Leistung im Fach Gesang“ ausgezeichnet wurde.
 
In der Spielzeit 2021-2022 stehen Rollen wie Sesto (in Mozarts La clemenza di Tito), Mascha (in Dmitri Schostakowitschs Operette Moskau, Tscherjomushki) und Siébel (in Gounods Faust) am Augsburger Staatstheater an, sowie die Mitwirkung an einer Kammermusikproduktion mit dem Südwestrundfunk mit Ivan Demidov am Flügel und die Aufnahme ihrer Debüt-CD „Meine Seele weinte…“ mit dem Bayerischen Rundfunk und GENUIN classics. Die CD wird Lieder von F. Schubert, R. Strauss, K. Szymanowski und den russischen Zeitgenossen A. Labyrich und D. Smirnov enthalten.
 
Boeva ist seit der Spielzeit 2018-2019 Ensemblemitglied am Staatstheater Augsburg, wo sie neben den wichtigen Mezzosopran-Rollen wie Charlotte (in Massenet’s Werther), Komponist (in R. Strauss‘ Ariadne auf Naxos) und Orfeo (in Glucks Orfeo ed Euridice) auch Jackie Onassis bei der europäischen Erstaufführung von David T. Littles JFK verkörperte.
 
Noch während des Bachelorstudiums zur Chorleitung am Rimsky-Korsakov-Konservatorium in St. Petersburg debütierte sie an der Rimsky-Korsakov-Staatsoper als Dorabella (in Mozarts Così fan tutte). Seitdem verkörperte sie mehr als 20 Opernrollen auf Bühnen in Russland, Italien, Deutschland und Österreich - die zuvor genannte Dorabella nahm sie 2018 und 2021 erneut bei der Kammeroper München und 2020 bei den „Konzerten im Fronhof“ in Augsburg auf. Ein Bachelorstudium zum Operngesang absolvierte Boeva an der EKIDA-Universität St. Petersburg und ein Masterstudium an der Theaterakademie August Everding in München bei KS Prof. Christiane Iven.

Auch im Konzertrepertoire gefragt, sang die Mezzosopranistin u.a. Werke wie J.S. Bachs h-Moll Messe, Mahlers Lieder eines fahrenden Gesellen und Kindertotenlieder, Verdis Requiem, Stravinskys Les Noces, Elgars Sea Pictures, Mussorgskys Lieder und Tänze des Todes, Ravels Shéhérazade und Boulez’ Le Marteau sans maître.



Offizielle Biographie, aktualisiert am 16. Oktober 2021. Bitte kein älteres Material verwenden!


Tabellarischer Lebenslauf Boeva
Biographie Boeva